Angekommen in Wien

Wien ist die letzte Station auf unserer Konzertreise. Anders als in Ungarn sind wir nicht in Gastfamilien untergebracht sondern schlafen die letzten beiden Nächte in einem Hotel. Gestern musste wieder alles ganz schnell gehen. Nach der Ankunft hieß es Zimmer beziehen und sofort Abfahrt zur St. Otthmar Kirche im 3. Wiener Bezirk. Hier wartete bereits ein Ensemble mit 30 Jugendlichen der J.S. Bach Musikschule Wien auf uns. Das letzte Konzert unserer Reise sollte ein gemeinsames zwischen der Wiener und der Leipziger “Johann Sebastian Bach” Musikschule werden.

Nach der Probe und einer “Jause” (belegte Brote, kleine Wiener Schnitzel und reichlich Obst und Salat) war um 19:00 Uhr das Konzert angesetzt. Die Wiener begannen mit Stücken von Josef und Johann Strauß und das JSO spielte Robert Schumanns 3. Sinfonie “Die Rheinische” Diese hatte uns somit musikalisch von Koblenz am Rhein über Wien an der Donau bis nach Wien ebenfalls an der Donau begleitet. Das Wiener Publikum war begeistert. Am Ende spielten beide Ensembles der Radetzky Marsch und hier war das Publikum nicht mehr zu halten und klatschte rhytmisch mit. Das letzte Konzert unserer Reise liegt somit hinter uns.

Heute geht es auf eine kurze Orientierungsfahrt durch Wien und am Nachmittag steht nach Fußball und Abendessen der Orchesterabend an.

Der letzte Tag in Ungarn

Hinter uns liegen viele Kilometer, Städte, Landschaften und schöne Erlebnisse sowohl musikalischer als auch persönlicher Art. Jeder konnte in den vergangenen Tagen Ungarn sowohl ganz individuell in Gastfamilien, als auch in der Gemeinschaft erleben.

Am Donnerstag sind wir mit einer kleinen Verspätung nach Pécs, der Kulturhauptstadt Europas 2010 (gemeinsam mit Essen und dem Ruhrgebiet sowie Istanbul) aufgebrochen. Pécs liegt an einem Berg, hat eine wunderschöne Altstadt und war an unserem Ankunftstag mit reichlich Sonne gesegnet. Nach einem Mittagessen in einem kühlen Kellergewölbe stand der Transport der Instrumente aus dem Bus in Richtung Auftrittsort bovor. Das hieß, bei gefühlten 40 Grad Celsius durch die Pécser Altstadt zum Theater Platz zu laufen. Glücklicherweise besitzt die eng gebaute Altstadt aber eine kleine Bimmelbahn, die die Touristen an den Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Der Fahrer war ein gutmütiger Mensch und ließ sich überreden alle großen Instrumente aufzuladen und zum Ziel zu fahren. Wir waren glücklich und ein Hingucker für alle Altstadtbesucher.

Um 18:00 Uhr hatte die Sonne den Theater Platz zur Hälfte verlassen und das JSO begann zu spielen. Das Nationaltheater im Hintergrund, die Einkaufststraße im Blick und zwei sprudelnde Brunnen zur Seite ergaben das Ambiente rund um das Jugendsinfonieorchester. Eine knappe Stunde spielte das JSO und erfüllte die Pécser Straßen mit Musik. Der Rückweg mit den Instrumenten zum Bus wurde uns leider nicht mehr durch eine Transporthilfe erleichtert. Dafür stand die Sonne tiefer, die Hitze wurde erträglicher und die Busse irgendwie erreicht. Nach drei Stunden Fahrt waren wir wieder in Budapest und bei den Gastfamilien, die uns eine letzte Nacht beherbergen sollten bevor wir am Freitag gegen 10:30 Uhr in Richtung Wien aufgebrochen sind um das letzte Konzert unserer Reise zu spielen.

In der Hitze von Budapest

Bis zur vergangen Woche gab es in Ungarn noch herbstliches Frühlingswetter mit 15 Grad Celsius und regelmäßigem Regen. Das ganze Gegenteil dürfen wir nun hier erleben. Bereits bei der Anreise zum morgendlichen Treffpunkt zeigten die Thermometer gestern 32 Grad Celsius an. Auf dem Programm stand eine ausführliche Besichtigung Budapests: Heldenplatz, Fischerbastei und Burgviertel sowie die Citadelle und vieles mehr. Wir waren mehr als drei Stunden unterwegs wobei die Hälfte des Orchesters in einem Bus ohne funktionierende Klimaanlage saß.

Der Nachmittag begann mit einem Mittagessen im “Szent Istvan Musikgymnasium” und kurzer Erholung bevor am Nachmittag eine zweistündige Probe angesetzt war um das Programm für den Abend zu bearbeiten. Um 19:00 Uhr war es dann soweit. Das JSO begann sein zweistündiges Programm mit der 3. Sinfonie von Robert Schumann und dem 3. Violinenkonzert von Camille Saint Saens. Beifallstürme erfüllten den Saal nach dem Konzert und besonders die Solistin Johanna Schreiber wurde vom Publikum gefeiert. Und auch der Direktor des Musikgymnasiums fand nur lobende Worte für den Auftritt des JSO. Ein Konzert in der Hitze von Budapest lag hinter uns.

Heute fahren wir nach Pécs, wo ein Konzert auf dem Theater Platz geplant ist.

Ein Konzerttag im östlichen Ungarn

Land und Leute kennen lernen. So heißt es immer, wenn man Wege fernab der Touristenpfade begeht und Dinge sieht und erlebt, die einem kein Reiseführer verrät. So ist es uns heute in Gyöngyöspáta (sprich: Djöndjöschpata) ergangen. Ein kleines, malerisch im Weinanbaugebiet gelegenes Dörfchen, das alljährlich zum Festtag Péter und Paul ein Konzert und eine Messe auf dem Hügel über dem Dorf ausrichtet.

Gemeinsam mit dem Chor “Schola Cantorum Budapestiensis” haben wir uns also gegen Mittag, nachdem wir die Budapester Oper besichtigt haben, auf den Weg nach Osten gemacht. Wir wurden mit Gulaschsuppe und scharfem Paprika im Kulturzentrum herzlich in Empfang genommen. Um 15:30 Uhr füllte sich dann die gut gekühlte Dorfkirche und das Festtagskonzert konnte beginnen. Auf dem Programm stand die Bachkantate 12 “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” und Schumanns 3. Sinfonie. Mit großem Beifall bedankte sich das Publikum bei den Mitwirkenden und wir begaben uns wieder in die ungarische Hitze außerhalb der Kirchenmauern und machten uns auf den Weg zur Open-Air-Messe.

Über kleine Pfade bestiegen wir den Gipfel des Plateaus von der Südseite und näherten uns dem Ziel. Etwa 300 Menschen feierten unter freiem Himmel eine Messe und das JSO spielte am Ende noch einmal den Schlussteil der Bachkantate. Beifall und dankende Worte vom Priester folgten und die Karawane zog wieder hinab ins Dorf wo ein Abendessen wartete.

Gegen 22:00 Uhr haben wir Budapest erreicht und werden uns am morgigen Tag die Stadt anschauen und am Abend ein Konzert in Budapest geben

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Von Koblenz nach Budapest

Zwei Tage mit jeweils einem Konzert sowie eine Busfahrt über mehr als 1000 km liegen nun hinter uns. Wir sind mit etwa fünf Stunden Verspätung in Budapest eingetroffen und haben sowohl den Chor “Schola Cantorum Budapestiensis” sowie die Schüler des “Szent Istvan Conseratoriums” und deren Einrichtung in Budapest kennengelernt. Doch alles der Reihe nach.

Am Samstagabend stand das JSO gemeinsam mit den Koblenzer Chören im Uni-Campus Koblenz auf der Bühne. Mehr als drei Stunden Konzert wurden den Zuhörern im ausverkauften Saal geboten und diese dankten es den jungen Musiker/innen mit lang anhaltendem Applaus.

Der Sonntag bot allen Beteiligten neue Herausforderungen. Die Aufführung der “Carmina Burana” wurde von 17 Uhr auf 18:30 Uhr verschoben. Den verständlichen Grund bot das WM Achtelfinale Deutschland gegen England. Doch bei der eingeplanten zeitlichen Verschiebung sollte es nicht bleiben. Denn mit dem Schlusspfiff und dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft eroberte das in diesem Sommer neu gegründete, mobile Vuvuzela-Orchester die Strassen der Koblenzer Altstadt. Geschmückt wurde es von bunten Fahnen und einem Chor aus Fussballanhängern. Nach kurzer Zeit ging auf den Straßen von Koblenz nichts mehr.

Doch gegen 19:30 Uhr sollte die Stunde der Beteiligten der Aufführung der “Carmina Burana” schlagen. Die Vuvuzelas wurden leiser und Chor und Orchester bezogen die Plätze auf der Bühne, legten die Noten zurecht, stimmten die Instrumente. Die Zuhörer rückten an die Bühne heran und das Konzert konnte beginnen. Die Vuvuzelas verstummten und waren nur noch vereinzelt zu hören. Am Ende stand ein gelungener Fussball- und Konzertnachmittag, der für jeden etwas zu bieten hatte.

Nach dem Konzert hieß es die Busse beladen, sich stärken und den Weg Richtung Budapest anzutreten. Hier wurden wir herzlich Willkommen geheißen. Gleich nach der Ankunft stand die erste Probe für das Konzert mit der “Schola Cantorum Budapestiensis” auf dem Programm. Um 18:00 Uhr kamen dann die Gastfamilien und das JSO verteilte sich. Morgen geht es für das JSO nach Gyöngyöspata zum ersten Konzert in Ungarn.

Konzertreise des JSO hat begonnen

Wie jeden Sommer hat sich das JSO auch dieses Jahr auf die Reise gemacht um Konzerte außerhalb Leipzigs spielen zu können. Die Tour führt das Ensemble nach Koblenz, Ungarn und Wien. Am Freitag um 15:30 Uhr ging es los.

Nach sechs Stunden Busfahrt quer durch Deutschland erwarteten uns um 21:42 Uhr der Mond über Koblenz, ein gut gefüllter Grill mit Bratwurst und Fleisch sowie zahlreiche Koblenzer Musikstudenten auf dem Unigelände der Rhein- und Moselmetropole. Nach Stärkung und Erfrischung ging es in die Gastfamilien in Koblenz und Bad Ems und kurz vor Mitternacht hatten alle JSOler ihre Gasteltern gefunden, oder umgekehrt?

Der Samstagvormittag stand zur freien Verfügung. Am Nachmittag haben sich dann alle wieder in der Uni zusammengefunden und das Konzert für den Abend vorbereitet. Seit 17:30 Uhr proben der UNIversitätschor Koblenz, das UNIvokalensembel und das JSO. Um 21:00 beginnt dann das erste Konzert auf der Sommerreise. Wir sind gespannt und werden ab sofort täglich von unseren Erlebnissen berichten.

Probe in der Uni Koblenz

Probe in der Uni Koblenz

Abschluss mit Konzert

Der Tag begann nach frischem Bade
mit einer Morgenserenate.
Die Kinder muszierten fein,
die Zuhörer konnten sich freu´n.
Mit dunkler Brille, Sonnenhut
ging´s uns bei blauem Himmel gut.

Wir sahen heut´den Waldsteingarten,
mussten nicht lang auf´s Essen warten,
pausierten mittags im Hotel
und hörten Tefkas Freudgebell.
Dann wurd´es ernst für alle Leute,
wir fuhrn zur Prob´, es wuchs die Freude.

Nach Stell- und Anspielprobe dann
strömte das Publikum heran.
Während die Kirche gut sich füllte,
die Spielschar ihren Hunger stillte
an leck´rem Obst und kühlem Trank
(der guten Speisversorg´sei Dank).

Dann – gut gestärkt und unbeschwert -
gings freudig lächelnd ins Konzert.
Und der Erfolg war riesengroß
man strahlte, schwelgte, spielt´famos.
Das Publikum war hingerissen -
man hielt es schwerlich auf den Kissen.

Es wurde kräftig applaudiert,
sogar mit Zugab´ musiziert.
Doch dann geschwinde ins Quartier
damit sich Deutschland nicht blamier.
Wolltn wir vor´m Fernsehr Daumen drücken
und uns am Fußball recht entzücken.

Nach dem Sieg war uns dann klar -
wir fahren heim, Deutschland bleibt da.
Zufrieden gehen wir ins Bett.
Das Logbuch Prag ist nun komplett.

Der zweite Tag in Prag

Gut gelaunt sind wir erwacht,
Frühstück hat uns Kraft gebracht.
Dann ging´s – ´s war´n alle mit
auf die Burg im Sauseschritt.

Sportlich – wie wir alle sind
liefen wir bergauf geschwind
(nahmen nicht die Zahnradbahn,
Lungentraining war der Plan).

Die Bibliothek war grad im Bau,
doch ein Prospekt machte uns schlau.
Privatdozenten Triegel, Hamann
führten uns an die Künsté ran.

Wenzelsdom, Kloster Loreta -
wir sah´n viel, es wurde späta.
Zur Mittagspause saßen wir
im kühlen Schatten bis halb vier.

Dort stand in wunderbarer Pracht
eine Platane – zweihundertacht
Jahre war sie schon gewachsen
und lauschte uns und unsern Faxen.

Villa Bertramka hat uns schockiert,
kürzlich erst wurde sie sehr ruiniert,
aber mit Herzblut von Alten und Jungen
ist ein verheißungsvoll´ Neustart gelungen.

Am Abend ward´s besonders chic,
im Innenhof erklang Musik.
Zwanzig Große und Bambino
spielten traumhaft Massaino.

Und nach “Hoi” und Schützkonzerte
langsam Nachtruh zu uns kehrte.
Nach so wunderbarem Tag
schlief man gut im eignen Schlag.

Logbucheintragung beendet.

Musikreise nach Prag

Am Montag fuhren wir nach Prag,
es war ein sehr bedeckter Tag.
Trotz Baustell´n, voller Autobahn
kam´ gut und zügig wir voran,
und an der Grenze – welche Wonne -
schien uns zur Freude dann die Sonne.

Unser Hotel vier Sterne schmückt,
was alle Schüler sehr entzückt.
Nachdem die Zimmer schnell bezogen
gings in die Stadt im flotten Bogen.
Prag: Goldne Stadt am Moldauflusse
grüßte uns mit warmen Kusse.

Mit der Trambahn Richtung Stadt
die Fahrt sich sehr gelohnet hat.
Rathausturm und Josefstadt,
Karlo Most – wir waren platt.
Zur Belohnung gab´s ein Eis
für entstandnen Wanderschweiß.

Später wurde dann geprobt,
Frau Brösdorf hat uns sehr gelobt.
Und am Abend tranken wir (Ü18)
auf den Freundeskreis ein Bier.
Uns´re Kleinsten, ach wie schade
tranken Himbeerlimonade.

Hier stoppt das Logbuch.
21. 06.2010

Brünner Big Band in Leipzig angekommen

Nach einer fast 9-stündigen Reise sind am Donnerstag, 03.06.2010 die Mitglieder der Junior Big Band Brno in der Musikschule Leipzig “Johann Sebastian Bach” angekommen. 22 Jugendliche und Betreuer verbringen nun drei Tag in Leipzig und werden gemeinsam mit der MSL BigBand proben und Konzerte geben.

Der Freitagvormittag begann mit einem Empfang im Neuen Rathaus durch den Kulturbürgermeister Michael Faber. Nach einem Gruppenbild auf den Eingangsstufen haben sich die jungen Musiker/innen auf eine musikalische Stadttour begeben. Am Nachmittag stehen dann gemeinsame Proben an und der Abend klingt mit einem Hoffest in der Musikschule aus.