Einträge der Kategorie USA Reise JSO 2009

Rückkehr nach Leipzig

Punkt 16 Uhr Ortszeit rollte der erste Bus an der Musikschule vor, keine 20 Minuten später auch der zweite. Nun ist sie Geschichte: die erste USA-Tournee des Jugendsinfonieorchesters. Alle sind wohlbehalten wieder in Leipzig eingetroffen, zwar müde von einer fast 30-stündigen Rückreise aber glücklich und reich an Erlebnissen. Einige JSOler haben bereits in Frankfurt die Gruppe verlassen und sind weitergeflogen an ihre Urlaubsorte. Nun heißt es erst einmal, den Jetlag zu überwinden, der erfahrungsgemäß in dieser Richtung schwieriger ist. So müde alle vorhin waren, umso wacher werden sie heute Abend sein, denn es schlägt noch der amerikanische Nachmittag in den Körpern der Jugendlichen. Es war eine sehr schöne Reise. Die beiden Elias-Aufführungen und das Rundfunkkonzert werden als Aufführungen in guter Erinnerung bleiben, das Erlebte in Houston, New Orleans und Oxford wird noch eine Weile nachklingen.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei unserem Partner in den USA, bei Maury Schulte von TRC (Tour Resource Consultants) für die gut vorbereitete und organisierte Tour. Bei Markus Brückner (Marketing Musikschule) für die Rekrutierung von Fördermitteln und der Organisation auf deutscher Seite, bei den Eltern Herrn Schickedanz, Herrn Andrae, Herrn Störel und Herrn Rosch, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz Sponsoren für das JSO interessieren konnten und dem Förderverein, der mit einer nicht ganz unerheblichen Summe die Finanzierung der Reise gestützt hat. Und vielen Dank an alle privaten Spender, die Musikschule, das Goethe-Institut, das Referat für Europäische und Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig, das amerikanische Generalkonsulat in Leipzig und den Städtepartnerschafts-Verein Leipzig-Houston.

So bleibt mir noch, allen einen schönen Sommer und schöne Ferien zu wünschen.

Ron-Dirk Entleutner
Dirigent und Leiter des Jugendsinfonieorchesters

Ein letztes Konzert

Oxford, Mississippi, 15.07.2009:

Alles muss einmal enden und somit auch die USA-Tournee des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Leipzig “Johann Sebastian Bach”, die uns durch Texas, Louisiana und Mississippi führte.

Das Rundfunkkonzert

Ein wirklich gelungenes Rundfunkkonzert, welches hoffentlich auch bei den Zuhörern in zu Hause so ankam, wie im “Gertrud Castellow Ford Center of Performing Arts” in Oxford, Mississippi. Hier “traf” das JSO zum letzten Mal bei dieser Tournee Mendelssohn. Seine Hebriden-Overture und die Overture zu “Ein Sommernachtstraum” sowie die 5. Sinfonie “Jouyous” von George Antheil bildeten den ersten Teil des Konzertes. Mendelssohn und das JSO trafen also musikalisch auf einen Amerikaner, gespielt von Jugendlichen. Im zweiten Teil des Konzertes folgte eine Filmmusik auf der anderen und das Publikum war begeistert.

Der Abschluß

Nach dem aufregenden Konzert gab es eine kurze Erfrischung auf dem Parkplatz, gefolgt vom traditionellen Tanzen des Orchester, welches bei gefühlten 35 Grad zwar schweißtreibend aber dennoch schön war. Eine Gemeinschaft, die unbeschwert auf einem Parkplatz singt und lacht, und das Ende einer wunderbaren Tournee einstimmt. Heut Nacht geht es um 3 Uhr nach Dallas und von da aus um 16:20 Uhr Ortszeit nach Frankfurt am Main, wo wir ungefähr 9:30 Uhr Ortszeit landen. Dann geht es mit den Bussen in Richtung Leipzig wo sich die Masse in den Urlaub verabschiedet. Das nächste musikalische Ziel ist dann ein Probenlager, der Startschuss in die neue Saison.

Wir sagen DANKE

An dieser Stelle möchte sich des ganze Orchesters bei den Eltern, dem Goethe Institut, dem Referat für Europäische und Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig, dem US-Generalkonsulat in Leipzig, dem Förderverein des Jugendsinfonieorchesters und seinen zahlreichen Spendern sowie der Musikschule Leipzig “Johann Sebastian Bach” und überhaupt allen bedanken, die diese Reise möglich gemacht haben. Etwas so wunderbares und Abwechslungsreiches ist ein, wie jetzt gesagt wird “must-have”, ein absolutes Muss. Danke für Alles, und wir hoffen, dass wir durch unsere Konzerte und Auftritte Ihnen das wiedergeben konnten, was Sie uns ermöglicht haben.

Text: Martin Türk, Fotos Markus R. Wiese

Besondere Begegnungen

14.07.2009

Der Tag begann für das Jugendsinfonieorchester mit einem “Informal Concert Project” – ein Konzert in einem Seniorenheim für US-Veteranen aus dem 2. Weltkrieg und den Vietnam- und Koreakriegen.

Danach betraten die jungen Musiker erstmals das “Gertrud Castellow Ford Center“, wo sie am Mittwoch, 15. Juli um 20:00 Uhr Ortszeit (3:00 Uhr am Donnerstag Morgen in Deutschland) ein Rundfunkkonzert geben werden, das sowohl im Radio als auch im Internet übertragen wird. Eine erste Probe stand an.

Am Abend traf sich das Orchester mit einer Gruppe Jugendlicher aus der Region für ein Picnic im Garten der Universität von Mississippi.

Abschied von New Orleans

In der Galerie sehen Sie einige Impressionen aus New Orleans. Das Orchester befindet sich mittlerweile in Oxford, Mississippi.

Beschreibende Texte zu den Bildern in der Galerie finden Sie, wenn Sie auf die Bilder klicken im Kommentar.

Konzert im Internet

Am morgigen Mittwoch, 15. Juli gibt das Jugendsinfonieorchester ein Konzert in Oxford, Mississippi, das auch im Radio und Internet übertragen wird. Das Konzert ist durch die Zeitverschiebung nach deutscher Zeit um 3:00 Uhr am Donnerstag Morgen zu hören. In der Konzertpause um 4:00 Uhr morgens können Sie ein Interview mit dem Dirigenten Ron-Dirk Entleutner hören.

Zu hören unter: mpbonline.org . Sie klicken dann auf der linken Seite “HD Radio” und dann klicken Sie “Listen on my PC”.

Wir hoffen, dass alles funktioniert und wünschen viel Spaß beim Hören.

Fotos: Markus R. Wiese

Das Geburtstagsgeschenk

12.07.2009

Der Sonntag begann mit einer zweistündigen Mississippi Fahrt auf dem Schaufelraddampfer “Natchez”. Danach begannen die Vorbereitungen für das Konzert am Abend in der “Temple Sinai Synagogue”. Eine Probe stand noch an und dann sollte das zweite Konzert von Mendelssohns “Elias” um 18:00 Uhr beginnen.

Der Tag fand seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Abendessen und einer Torte zum Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy, der sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. Das Orchester hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen und seine Konzertreise unter das Motto “Jugend trifft: Mendelssohn” gestellt.

Der Weg nach New Orleans

11.07.2009: Am heutigen Tag hieß es Abschied nehmen von den Gastfamilien und der Stadt Houston. Das in 348 Meilen Entfernung liegende Ziel sollte erreicht werden: New Orleans in Louisiana. Auf dem Weg konnte Geschichte erlebt werden, denn es war ein Halt an der “Oak Alley Plantation” vorgesehen, die sich zwischen den Städten Baton Rouge und New Orleans befindet.

Die Geschichte einer Plantage

Da die Webseite der Oak-Alley-Plantage auf Englisch ist, hier einige kurze Informationen. Namensgeber der Plantage ist die im 17. Jahrhundert von einem französischen Architekten angelegte Eichenallee bestehend aus 28 Eichen, die noch weitere 300 Jahre Lebenserwartung vor sich haben. Diese riesigen Bäume sind ein hervorragender Schattenspender und majestätisch anzusehen. Die Plantage ist nach ihrem finanziellen Ruin, hervorgerufen durch die Abschaffung der Sklaverei im Ergebnis des amerikanischen Bürgerkriegs, viele Jahrzehnte als Wohnhaus und Ansitz reicher Familien genutzt worden. Erst nach dem Tod der letzten Besitzer, den Stewards, wurde das Gelände in ein Freilandmuseum umgewandelt. Noch immer wird rund herum Zuckerrohr angebaut, aus dem unter anderem Rum gebrannt wird, doch in der herrschaftlichen Wohnanlage selbst sieht man jetzt Damen in historischen Reifrockkostümen Touristen führen.

On the road

Nach der Besichtigung ging es weiter in Richtung New Orleans. Auch wenn Busfahrten oft etwas Eintöniges und Anstrengendes an sich haben, ist es besonders hier eine Gelegenheit eine der typischen Lebensformen der Amerikaner zu erleben: ON THE ROAD. Das Auto ist neben den eigenen “Vier Wänden” der räumliche Lebensmittelpunkt vieler Amerikaner. Große inner- und außerstädtische Entfernungen, nicht zuletzt bedingt durch den Wohnstil – nahezu jeder Amerikaner wohnt in einem eigenen Haus mit Grundstück – machen das Auto zu einem absolut unverzichtbaren Transportmittel. Viele Amerikaner machen besonders im Alter aus dieser Not eine Tugend, und nutzen das ausgedehnte und hervorragend konzipierte Straßensystem für Reisen mit Wohnwagen oder Wohnmobilen, denen wir besonders auf den langen Strecken zwischen den Bundesstaaten ständig begegnen.

Besonders in den dünner besiedelten Gebieten spielt sich das gesamte gesellschaftliche Leben an diesen Hauptrouten, den Schlagadern Amerikas ab. Während wir in Deutschland alle 100 Kilometer eine Raststätte mit einem oder zwei Restaurants finden, wird der USA-Reisende nahezu alle 20 Meilen in Versuchung gebracht, in einem der unzähligen Restaurants Rast zu suchen. Kulinarisch ist das immer ein Erlebnis: Ob fetttriefige Hamburger, Knusperpanade mit etwas Hühnchen darin oder meisterlich gegrillte Rindersteaks mit gebackener Kartoffel und Maiskolben – an Auswahl mangelt es nie, finden sich doch die Küchen nahezu aller großen Nationen hier direkt am Highway. Und so haben auch wir bei unseren Pausen die Qual der Wahl.

Cajun Musik zum Bergfest

Nach der Ankunft in New Orleans gab es ein gemeinsames Abendessen im Cajun Music Restaurant, wo die Cajun Musik gepflegt wird und erlebt werden kann. Es handelt sich dabei um eine traditionelle Musikrichtung dieser Region. Im Grunde war dies der erste wirkliche gesellige Abend, der ausgelassen und vor allem gemeinsam erlebt wurde. Nach dem Checkin im Mariot Hotel, in unmittelbarer Nähe des Flughafens, fuhren wir in die Innenstadt. Noch immer sind die Auswirkungen des Hurikans Kathrina zu sehen; schräge Laternenpfähle, geflickte Dächer und hier und dort beschädigte Fassaden und Straßen. Doch das sieht man nur, wenn man genauer hinschaut. Die Stadt präsentiert sich sonst als eine gemütliche Südstaatenmetropole mit vielen individuellen Cafes und Restaurants, vor denen die New Orleanser gerne Schlange stehen um einen guten Platz zu ergattern.

Außerdem war dieser Abend das Bergfest unserer Reise und somit gab es genügend Anlass für Ausgelassenheit und Partylaune. Als geschlossene Gesellschaft genossen wir nicht nur die Cajun-Traditionen auf kulinarische Weise, sondern durften nach professioneller Anleitung und zu Livemusik selbst traditionelle Tänze ausprobieren. Als dann auch noch die Cajun-Band die Bühne für unsere “Jungs” räumte und Ali, Aaron, Felix und Karl ein paar groovige Songs improvisierten, “krachte” der Tanzboden.

Am Sonntag, 12.07. steht dann die zweite Aufführung von Mendelssohns Elias in New Orleans an.

Text und Fotos von Markus R. Wiese

Erst die Ruhe dann der “Sturm”

Houston, 10.7.2009: der Tag des ersten Konzertes in den USA begann entspannt. Da die Probe erst für den Nachmittag angesetzt war, ließen viele Orchestermitglieder die Morgenstunden ruhig angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück nach amerikanischer Art, also lecker und reichhaltig, fand sich fast das gesamte Orchester zum Shoppen im riesigen Einkaufszentrum „The Galeria“ wieder.

Am Mittag fand die Generalprobe, vereint mit Orchester, Chor und Solisten, statt. Die Probe war für die meisten zwar anstrengend, aber auch sehr ertragreich. Die Zeit vor dem Konzert am Abend wurde dann zum Entspannen genutzt. Wir folgten dem Rat unseres Dirigenten Ron-Dirk Entleutner „Wie die Ente: trinken, trinken, trinken, trinken…“ und nahmen literweise Flüssigkeit zu uns. Vor dem Konzert stieg die Spannung. Alle wollten ihr Bestes geben und wollten wissen, ob die intensive Probenarbeit Früchte tragen würde. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen, Programmhefte für die Gäste gefaltet und dann ging es los.

Wie das Orchestermitglied Martin Türke das Konzert erlebte, lesen Sie hier:

“Standing Ovations und Bravo-Rufe erfüllten die kleine „Christ the King Lutheran Church“, nach dem der letzte Akkord von Mendelssohns Elias langsam verklungen war. Die Zuschauer bejubelten die Musiker für eine wirklich gelungene Vorstellung. Die Solisten, die 2 Chöre und das Jugendsinfonieorchester brillierten 2 Stunden lang Mendelssohns Werk, welches er bereits vor 163 Jahren verfasste. Unglaublich fast, dass nach so langer Zeit gerade ein Jugendorchester dem Stück noch soviel an Wärme, Herzlichkeit, aber auch Nachdenklichkeit und Gottesnähe abgewinnen kann.

Gemeinsam mit den hervorragenden Solisten Allanda Small (Sopran), Sonja Bruzanskas (Mezzo-Sopran), Rudolph Lacy (Tenor), dem “Elias” Timothy Jones (Bass-Bariton) und dem Bach Choir sowie dem New Orleans Vocal Arts Choral erschuf Ron-Dirk Entleutner mit dem JSO eine einmalige Klangwelt, mit vielen musikalischen Höhen und Tiefen. Die Streicher glänzten mit warmen harmonischen Fundamenten, worauf die Solisten wandelten, die Holzbläser zelebrierten mit einer hervorragenden Intonation und wunderbaren Soli, die Blechbläser schossen scharfe Akzente und sorgten in den Chorälen für einen angenehmen Klangteppich, auch sollte das Schlagwerk, eher dünn mit einzig den Pauken besetzt, durch hervorragendes “Taktgefühl” und punktgenaue Schläge erwähnt werden.

Der Chor zeigte sich sehr erfreut mit den jungen Musikern ein Konzert zu geben, was man auch besonders durch die starken Stimmen merkte, welche aber auch sanft durch die sehr gut besuchte Kirche schwebten.” Martin Türke, JSO-Mitglied

Im Endeffekt waren alle zufrieden und wir haben ein sehr schönes Konzert gegeben. Auch die Zuschauer waren begeistert und sagten, dass das Orchester sehr hervorragend ist und alle Musiker „so talented“ sind. Der Abend klang mit einem After-Concert-Dinner aus und Gastfamilien, Chor und Orchester aßen und plauderten zusammen. Insgesamt war es ein sehr gelungener Tag. Morgen müssen wir leider aus Houston abreisen und alle vermissen ihre tollen Gasteltern schon jetzt.

Text von Aisel Esslinger, Zitat Martin Türke, Fotos Markus R. Wiese

Gemeinsame Proben an Elias

09.07.09 aus Houston und aus Leipzig:
Nachdem am Mittwoch das Orchester noch alleine einzelne Teile von Mendelssohns Elias einstudiert hat, waren für heute die ersten Proben mit den Sänger/innen geplant. Um 10:00 Uhr begann das erste gemeinsame Arbeiten an diesem Werk Mendelssohns. Die Sänger/innen setzen sich aus zwei Chören zusammen, zum einen dem Bach Chor der “Houston Christ the King” Kirche und zum anderen dem “New Orleans Vocal Arts Choral”.

Neben dem Chor und dem Jugendsinfonieorchester nahmen auch die Solisten an dieser Probe teil. Insgesamt sind fünf Solisten an den Konzerten in Houston und New Orleans beteiligt. Einige in beiden Konzerten und andere nur an jeweils einem Ort. Eine Vorstellung der Solisten befindet sich in der Fotogalerie nach dem Text.

Am Nachmittag war ein Zusammentreffen mit einer Jugendgruppe aus der “Christ the King” Kirche geplant. Es stand unter dem Titel “Swimming Party und Texas Barbecue”. Auch wenn die Schwimmbecken nur Badewannentemperatur boten kam das kühlende Nass vielen gerade recht. Die Außentemperaturen sind weiterhin sehr heiß. Nach der Stärkung stand die zweite große Probe des Tages an, die bis in den Abend dauern sollte. Die Hitze und das Jetlag zeigten bei einigen kleine Spuren, was man auch teilweise hören konnte.

Die Ergebnisse der gemeinsamen Proben werden am Freitag in Houston erstmals präsentiert. Die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Konzert sind bei allen Orchestermitgliedern und den Sänger/innen sehr groß. Die Spannung steigt.

Erste Proben und Begegnungen

Houston, 08. Juli 2009: „The Kids are great“ hört man immer wieder von den Gasteltern, als nach und nach heute früh alle JSOler an der „Christ the King“ Kirche wieder eintreffen.

Alle sind sich einig, das macht Spaß. Während die einen noch früh schnell im Swimmingpool der Gasteltern gelegen haben, durften die anderen ein ganzes Haus für sich in Anspruch nehmen. Keiner will wieder zurück…

Der Morgen beginnt mit wichtigen Proben für die bevorstehenden Konzerte. Auf dem Probenplan steht von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr vor allem die Arbeit an Mendelssohns Elias. Gemeinsam mit zwei amerikanischen Chören wird das Jugendsinfonieorchester dieses Werk erstmals am Freitag in Houston zur Aufführung bringen.

Der Nachmittag ist frei gestellt für Aktivitäten zusammen mit den Gasteltern. Eine große Gruppe verabredete sich in „Splash-town“ einem Wasserpark so groß wie der Belantis Erlebnispark am Rande von Leipzig, jedoch ausschließlich aus Wasserbecken, Rutschen und vielen anderen Spaßbadattraktionen bestehend. Andere fahren ins Naturkunde- oder Artmuseum oder einfach zum Shopping, in den ca. 400 Geschäfte zählenden Einkaufstempel „The Galleria“ mit eigener Schlittschuhbahn.

Danach hieß es für viele: Dinner mit lokalen kulinarischen Genüssen – und das ist in der Regel mexikanische Küche gewesen. Man probierte dabei sein Englisch und tauschte Geschichten und Erlebnisse mit den Gasteltern aus. Es wird wohl schwer für alle werden, hier in 2 Tagen wieder abzureisen.

Text und Fotos aus Houston von Markus R. Wiese

PS: Unterdessen hat die “Rhein Zeitung” eine Kritik zu den Konzerten in Koblenz veröffentlicht, die Sie hier nachlesen können.

Erster Eindruck: WIR SIND BAFF!

Den Flug haben wir alle gut überstanden, mit mehr oder weniger Schlaf. Am Flughafen erwarteten uns dann etliche Sicherheitskontrollen, die wir erst 16:30 Uhr Ortszeit beendet hatten. Wir mussten einen Zettel nach dem anderen ausfüllen, Pässe vorzeigen und wieder verpacken und allerlei Fragen beantworten und das alles auf Englisch. Selbst denjenigen, die gut Englisch sprechen, fielen die Antworten teilweise schwer. Aber letztendlich haben alle die Kontrollen bestanden und es ging raus aus dem Flughafen.

Hier wurden wir von geschätzten 50 Grad Celsius im Schatten überrumpelt. Aber für Abkühlung war schnell gesorgt. Mit klimatisierten Luxusbuslimousinen begaben wir uns auf die Fahrt zu unserem ersten Ziel, der „Christ The King Lutheran Church“ in Houston, – unseren amerikanischen Gastgebern. Während dieser Fahrt wurde allen schnell klar, dass unsere Vorstellungen von Amerika noch übertroffen werden: Houston hat eine beeindruckende Skyline und die Autos sind verchromt und gigantisch groß.

An der Kirche angekommen wurden wir von unseren Gastgebern herzlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Verschnauf- und Vorbereitungspause wurden uns die Gastfamilien vorgestellt, und bei einer leckeren Pizza konnte man sich kennenlernen. Dann ging es nach Hause zu unseren Gastfamilien. Ich für meinen Teil kann sagen: das Haus ist beeindruckend, so riesige Häuser und solche großen Flachbildschirme kenne ich nur aus dem Fernsehen.

Nun werden die meisten jedoch ins Bett gehen. Es ist bereits 3:10 Uhr Leipziger Zeit (20:10 Uhr Ortszeit) und wir sind nun 24 Stunden am Stück wach.