Musikschüler erhält Chopin-Preis

Max Mostovetski ist erst 12 Jahre alt, doch er hat schon jetzt zahlreiche Preise für sein Klavierspiel erhalten. Am Samstag, dem 19.Oktober 2013 überzeugte er im Rahmen der 23. Chopin-Tage mit seiner Interpretation des Impromptus in As-Dur von Fryderyk Chopin bei der 18. Kammermusikwerkstatt. Das schüttelt er natürlich nicht einfach so aus dem Ärmel. Seinen Erfolg verdankt er dem wöchentlichen Unterricht in der Musikschule bei Kateryna Blyum. Außerdem übt der junge Musiker täglich zwei bis drei Stunden Klavier, auch in den Ferien.

Woher kommt so viel Ehrgeiz? Mit 5 Jahren wollte Max ein Instrument erlernen. Da seine Mutter Klavierlehrerin ist, schlug sie ihm vor, Klavier zu spielen. Seitdem gehört die Musik einfach zu seinem Alltag dazu, und das hört man auch, wenn er spielt. Für ihn ist das Klavierspiel mehr als nur ein Hobby. Er möchte später gern professioneller Musiker werden. Und wenn das nichts wird, macht er eben etwas mit Mathematik, denn Rechnen kann er auch sehr gut.

Jedes Jahr nimmt er am Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Außerdem wählt seine Mutter gemeinsam mit seiner Lehrerin regelmäßig verschiedene Musikwettbewerbe aus, bei denen er sein Können unter Beweis stellen kann, und meldet ihn dafür an. Er hat also schon ein paar Erfahrungen bei öffentlichen Vorspielen gesammelt. Deshalb war er vor den diesjährigen Chopin-Tagen auch gar nicht so aufgeregt.

Am liebsten spielt Max Stücke von Sergej Prokofjew. In seiner Freizeit geht er regelmäßig mit seiner Mutter in das Gewandhaus. Aber es bleibt auch noch Zeit für andere Dinge außerhalb der Musik in seinem Leben. Einmal in der Woche spielt Max zum Beispiel Tischtennis oder er trifft sich mit seinen Freunden. Er ist also trotzdem ein ganz normaler zwölfjähriger Junge.

Text: Anne Semlin