Die Rache des Injeras

Der heutige Tag begann früher als sonst. 6:00 Uhr tönte der Weckruf durch die Turnhalle, denn wir hatten viel vor. Nach dem Frühstück ging es mit den vollbeladenen Bussen zum Rathaus der Stadt Addis Abeba. Dort empfing uns die Schülerschaft der German Church School, um mehr über das europäische Orchesterspiel zu erfahren. Dafür spielten wir die reißerischen Filmmusiken zu „James Bond 007“ und „Fluch der Karibik“, Herr Entleutner erklärte den Zuhörern die verschiedenen Stimmgruppen und Instrumente, da diese vielen Äthiopiern nicht bekannt waren. Später spielte eine äthiopische Band  traditionelle Musik, wozu sich später eine Tanzgruppe gesellte und schließlich sogar die JSO’ler aufforderte.  Die energischen Körperbewegungen fielen dem deutschen  3/4 Takt-Walzertänzer sichtlich schwer, trotzdem hatten wir viel Spaß.

Nach diesem besonderen Erlebnis ging es dann wie die Tage zuvor zum Mittagessen auf das Gelände der deutschen Kirche, wo uns diesmal Spirelli erwarteten. Dies war angesichts der heutigen Gesundheitslage vielleicht gar nicht so schlecht, denn der „Massen-Durchfall“ (Redaktion ist sich über Wortwahl unschlüssig) nahm Oberhand und viele JSO’ler konnten den Aktivitäten nicht vollständig beiwohnen. Aber keine Angst, mittlerweile hat sich die Lage gebessert.

Anschließend ging es für uns zur „Menelik II Preparatory School“, der ältesten Schule Äthiopiens. Dort sollten wir für die Delegation der Stadt Leipzig erneut unsere Filmmusiken präsentieren. Außerdem gab es ein buntes Programm der Schüler (besonders in Erinnerung bleibt uns die außergewöhnliche Tanzeinlage mehrerer junger Männer), welches mit einer Rede des OBM Burkhard Jung abgeschlossen wurde.

Ein Teil des JSO’s, bedingt durch unser so betiteltes Tagesproblem, machte sich nun zu einer Besichtigung der Schule mit der Leipziger Delegation auf.  Die zuvorkommenden Schüler drückten ihre Freude über unseren Besuch durch eine schöne Führung mit kleinem Exkurs ins Amharische aus.

Nachdem das gesamte Orchester wieder in der Botschaftsschule angekommen war, fuhren wir zu einem Empfang im Goethe-Institut, wo uns eine Ausstellung über die Städtepartnerschaft und ein anschließendes Buffet mit der Delegation erwartete.

Nun sind wir wieder zurück und freuen uns auf eine lange, hoffentlich erholsame, schnarchfreie Nacht.

Antonia, Franz, Janis….. Richie