Spontanität, Ästhetik und das Gegenteil

Auch heute hielt die Krankheitswelle bei einigen von uns noch an. Deswegen konnten leider nicht alle den Zoo, mit den für Äthiopien typischen „Schwarz-Mähnen-Löwen“ besichtigen. Die ästhetischen Löwen waren in einem Rondell untergebracht, welches wir durch Gitterstäbe betrachten konnten. Auf Grund der Städtepartnerschaft mit Leipzig können die Löwen bald in den neuen „ababbschen“ (Zitat Conrad) Zoo einziehen.

Mittagessen gab es heute ausnahmsweise in unserer Wahlheimat, der Deutschen Bootschaftsschule. Von Schokobanane bis Sauerbraten war alles dabei. Verdaut wurde danach entweder auf dem Fußballfeld beim Frisbeespielen oder in der Sonne liegend.

Und wieder fuhren wir mit den Bussen durch Addis und abermals führte unser Weg in ein vornehmes Hotel. Unser geplanter Auftrittsort sorgte für eine kleine Überraschung und ein reisetypisches, spontanes Umplanen. Wo ein 60-Mann starkes Jugendsinfonieorchester hätte hinpassen sollen, spielte dann später zum Buffet eine traditionelle fünfköpfige äthiopische Band, die uns wieder einmal mit lauter, rhythmischer Musik beschallte.

Auf Grund dieser logistischen Umplanung spielten wir dann „unseren Brahms“ im zehnten Stock des Elilly-Hotels. Dadurch war uns ein herrlicher Blick über die Stadt vergönnt. Doch leider war nun unsere Probenzeit stark verkürzt, da sich auch schon die Leipziger Delegation langsam ankündigte. Die Äthiopier waren sehr aktive Zuhörer und dank Skype wurde unser Konzert auch zu einem interaktiven Erlebnis.

Das schon oben erwähnte Buffet war abermals wirklich lecker und führte uns die Raffinessen der äthiopischen Küche vor Augen. Erschöpft, aber doch wehmütig, schauen wir nun dem letzten Tag in Afrika entgegen und sind gespannt, was uns morgen erwarten wird.

Luise, Jan & Lisa-Marie