Rückblick auf Äthiopien

Pünktlich um 6:20 Uhr landete ET 706 auf dem Frankfurter Flughafen. Schon wenige Minuten später sammelten die JSOler ihre Gepäckstücke vom Band und bestiegen die zwei Geißler-Busse, die bereitstanden, um uns nach Leipzig zurückzufahren. Kalt war’s!! Auch wenn Deutschland uns mit einem traumhaften Sonnenaufgang und später mit einem blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein begrüßte. Unweigerlich war klar – wir sind zurück. :) Die Rückfahrt nach Leipzig verging wie im Fluge. Im Bus herrschte gespenstische Stille, alles schlief. Lediglich wurde die idyllische Ruhe durch cholerische Ausrufe unseres Busfahrers unterbrochen. Kurz nach Eins erreichten 69 JSOler, deren Betreuer und eine Menge an Koffern und Instrumenten die Leipziger Musikschule.

Hinter uns liegt eine großartige Reise. Eine Reise in eine andere Welt. Eine Reise, die die JSOler geprägt hat und noch lange prägen wird. Die Auseinandersetzung mit einem der ärmsten Länder dieser Welt wird noch lange im Gedächtnis und im Herzen der JSOler präsent sein. Ich bin sehr froh, dass dieses, unser, JSO die Möglichkeit hatte, solche Erfahrungen zu machen. Das JSO war ein Teil der Leipziger Delegation und gleichzeitig auch allein unterwegs. Wir sind sehr dankbar für diese Reise.

Es ist mir ein großes Bedürfnis, mich bei allen Unterstützern und Förderern zu bedanken – an erster Stelle bei der Stadt und dem Referat für Internationale Zusammenarbeit, der Deutschen Botschaft in Addis, der deutschen Botschaftsschule, der deutschsprachigen Gemeinde, insbesondere Pfarrer Jacobi, bei der Musikschule und beim Förderverein des JSOs. Ein ganz besonderer Dank geht an Markus Brückner für sämtliche organisatorische Vorbereitung dieser Reise und für sein unermüdliches Dranbleiben an den nicht immer ganz „verhandlungseinfachen internationalen Gremien“, an das Betreuerteam für alle Arbeit im Hintergrund, an Dr. Ackermann für seinen medizinischen Beistand, an Martin Türke und den Orchesterrat für seine Mithilfe bei allen organisatorischen Dingen. Und letztendlich sei jedem JSOler gedankt für die musikalische Kraft, die dem äthiopischen Publikum entgegen gebracht wurde – auch wenn, oder gerade weil, die Konzertorganisation vor Ort einen hohen Improvisationsanteil voraussetzte.

So schließen wir das Kapitel Äthiopien mit einem ganz dankbaren Herzen. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist, dass wir in dieses wunderbare Land reisen konnten.

Jetzt aber erst einmal allen eine erholsame 48stündige Pause, bevor es am Montag nach Oberammergau weitergeht.

Ron-Dirk Entleutner

Dirigent, Jugendsinfonieorchester