Ein entspannter Rückblick

Die Zikaden zirpen, die Sonne scheint und die Obstbäume, deren Früchte noch nicht vollends reif sind, spenden Schatten für Lesende, Redende, Schlafende und Spielende JSO’ler, die, gestärkt vom Mittagessen, in der Mittagshitze pausieren. Zum ersten Mal seit zwei Tagen stellt sich tiefe Entspannung und Ruhe ein, die wir nutzen, um von unserer Hinreise zu berichten.

Nach unserer Abfahrt an der Musikschule am Freitagabend, verbrachten wir zunächst die Nacht und einen halben Tag im Bus. Wie immer herrschte große Ideenvielfalt unter JSO’lern, wenn es darum ging, die Zeit auf der Straße totzuschlagen. Lesen, Musik hören und Gesellschaftsspiele spielen gehörte dabei zu den am wenigsten originellen Vorschlägen. Nach langer Zeit im Stau kamen wir um 10 Uhr in Venedig an, wo wir uns durch Pass- und Sicherheitskontrollen kämpften und den, eigens für uns reservierten, Schlafsesselbereich belagerten. Die ca. 60cm breiten Sitze, die eigentlich als Bettersatz dienen sollten, wurden hauptsächlich als Abstellfläche für Gepäck genutzt – der gemeine JSO’ler schläft lieber auf dem Boden.

Dank viel Zeit und vergleichsweise viel Bewegungsfreiheit wurden wir wieder kreativ, wenn es um die Beschäftigungsmöglichkeiten ging: Kartenspiele, Bücher und griechisches Fernsehen halfen uns über die 36-stündige Überfahrt.

Sonntag Abend, 21 Uhr Ortszeit betraten wir zum ersten Mal auf dieser Reise griechischen Boden. Über den Umstand, dass wir uns erneut auf eine 60-minütige Busfahrt begeben mussten, trösteten wir uns hinweg, indem wir den berühmten JSO-Hit “Griechischer Wein” in einer noch berühmteren JSO-Interpretation zelebrierten. So kamen wir nach 51 Stunden Fahrt endlich in Selianitika an und konnten unsere Zimmer und Bungalows beziehen.

Und so sitzen wir nun im Garten des Hellenikon Idyllion, das seinen Namen redlich verdient, denn mehr Hellenische Idylle hat man wohl nur in Hellas selbst. Doch dazu später mehr… Viele Grüße bei 34°C und strahlendem Sonnenschein aus Selianitika, Griechenland.