Schöne Erinnerungen an eine JSO-Reise

Die letzten Tage gingen wie im Flug vorüber. Wir haben zwar nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, doch trotzdem eine schöne Zeit gehabt und viele Dinge erlebt. Zum Beispiel das Konzert am Mittwoch Abend zusammen mit dem Kinderchor. Das Besondere war, dass wir auch Stücke griechischer Komponisten in unser Programm aufgenommen hatten und diese auch großen Anklang fanden.
Wider aller Versprechungen war es uns am Donnerstag nicht vergönnt die Ausgrabungsstätte in Olympia zu besichtigen. „Die Ruinen werden gerade umgebaut.“ So verbrachten wir unseren von da an freien Vormittag in unserer Unterkunft, pilgerten zum zentralen Supermarkt um das Olivenöl zu bunkern, oder wagten unter den starken Strahlen der Sonne einen Sprung ins türkise Meer. Unser Mittagessen haben wir wie jeden Tag im idyllischen Freisitzes „Pasta e Basta“ eingenommen, wo wir hier die Zeit über bewirtet wurden. So ging es dann leider nicht zu einer Stätte der antiken Hochkultur, stattdessen standen uns drei Stunden zur freien Verfügung, die wir nutzten, um die kleine Stadt Amaladia zu besichtigen. Wir machten die Cafés und Eisdielen unsicher. Später spielten wir unser letztes Konzert dieser Reise, für zehn JSO´ler war es auch ihr Allerletztes. Für Viele geht damit eine lange, intensive und auch sehr prägende Zeit vorbei. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass die ein oder andere Träne vergossen wurde. Es war ein gutes Konzert und ein schöner Abschluss mit anschließender „Aftershow-Party“ bei Suflaki, Tzatziki und griechischem Salat.
Der Freitag stand uns komplett zur freien Verfügung. So zog der starke Wellengang fast alle JSO`ler noch einmal ins Meer, glücklicher Weise musste niemand Bekanntschaft mit einem Seeigel machen. Einziger Fixpunkt war an diesem Abend der berühmt-berüchtigte Orchesterabend mit der Wahl zu Mr. und Mrs. JSO bei einem typisch griechischen Abendessen. An dieser Stelle wollen wir nochmal ganz herzlich Andreas, unserem „Gastvater“ und allen weiteren Unterstützern für die herzliche Bewirtung und liebevolle Fürsorge danken!
Heute ist nun Samstag, Tag der Abreise. Eine letzte Orange wurde gepflückt, ein letztes Bad im Meer genommen und ein letzter Löffel griechischer Joghurt gelöffelt. Zikaden, Meer und Wind verabschieden uns im Fortissimo. Auch wenn uns auf der Fähre noch mal finale Entspannung erwartet, denken wir bereits sehnsüchtig an den Duft der Orangen und die Gastfreundlichkeit der Griechen. Natürlich freuen wir uns aber auf unsere famosen Familien und feierlichen Ferien. Besonders ein griechisches Lied hat es uns angetan und wird unsere Heimfahrt begleiten.

p.s.: kurze Planänderung: Nachdem wir heute schon zwölf Uhr mit gepackten Bussen am Hafen von Patras standen, wurde uns mitgeteilt, dass die Fähre doch erst vier Stunden später als geplant abführe. Also fuhren wir samt Gepäck, Instrumenten und allem Drum und Dran wieder zurück nach Selianitika, um die Zeit dort tot zu schlagen.
Jetzt sitzen wir mittlerweile auf der Fähre gen zu Hause mit vollem Magen und machen uns für die Nacht im Gemeinschaftsraum bereit.
Gute Nacht

Text: Luise Prager, Jakob Then Bergh, Lisa-Marie Ney