Von Wellen, Wanderungen und einem Windtanz

Unser zweiter Tag in Heringsdorf startete mit Morgensport für unsere Frühaufsteher und einem Erfrischungsbad in der See nach der Strandjoggingrunde. Zum Frühstück waren dann – na, sagen wir – fast alle Bigband-Mitglieder versammelt und es wurden fleißig Brötchen für die Lunchpakete geschmiert. Dazu sei vielleicht noch zu erwähnen, dass uns das Wurstangebot der Jugendherberge wie in einer guten Beziehung schon fast 10 Jahre lang die Treue hält. Nachwuchs an anderen Wurstsorten scheint nicht in Sicht zu sein.

Gut gestärkt für den Tag verbrachten wir den Vormittag mit Bummeln nach Ahlbeck oder einem intensiven Sonnenbad am Strand. Dabei freuten wir uns über das wunderbare Wetter und gedachten unserer Familien und unserer Freunde in und um Leipzig, die sich durch Dauerregen kämpften. Zu kämpfen hatten aber auch unsere mutigen Wellenreiter, denn die See war aufgewühlt und verlangte einiges an Kraft ab. Es machte aber auch viel Spaß, in die ca 1m hohen Wellen zu springen.

Zum Mittagessen genossen wir Maispoullarde in Bechamellsoße und Kapern. Für die Fantasielosen unter uns war’s einfach nur Hühnerfrikassee aus dem Feinfrost mit E530, E713 und Beta-Carotin. Um sich die E’s wegzutrainieren, spielten einige nach dem Essen Volleyball; eine andere Teilgruppe um den Band-Chef machte einen langen Spaziergang ins circa 11 Kilometer entfernte Ückeritz.

Die Konzertmuschel des Seebades Ückeritz sollte dann auch unsere Spielstätte für den Abend werden. Der restliche Teil der Band (wir möchten ihnen keine Lauffaulheit unterstellen) wurde von unserem Busfahrer Maik bis fast vor die Bühne gefahren – wie wir das von ihm gewohnt sind, fuhr er sicher, routiniert und gemäß der StVO. Maik beherrscht seinen großen Bus wie einen kleinen PKW.

Pünktlich 19:00 Uhr zählte uns Hubertus ein und unser Konzert startete mit „Moten Swing“. Die zwei Stunden Konzert vergingen wie im Flug. Wir erlebten ein tanzendes Publikum in Ückeritz, das Wind und frischer Brise trotzte. Besonders gut kamen unsere Interpretationen von Michael Jackson an (abgesehen vom Husky in Reihe 1, dem „Thriller“ nicht so gut gefiel ;-)) sowie „Lady Marmalade“ und „Respect“. Auch die funkige Pauseneinlage vom Trio (Robin am Piano, Nicola am Schlagzeug und Leo am Bass) gefiel unseren Gästen. Für die anderen Bigband-Mitglieder bedeutete die Einlage eine kurze Pause im „Backstage“. Für das Publikum hieß es: „Yeah, mehr tolle Musik!“.

Und noch mehr tolle Musik – am Mittwoch in Koserow!

Tschüss sagen

Sina und Frank