Auf, auf und davon

Samstag, 24.06.2017

Die letzten Töne des diesjährigen Hofkonzerts hallen noch durch die Musikschule, da öffnen sich bereits erneut ihre Pforten. Auch wenn 6.40 Uhr nicht die übliche Zeit für einen JSO´ler ist, so sind doch alle Gruppenverantwortlichen, der Orchesterrat und die Betreuer alle pünktlich und einigermaßen ausgeschlafen zur Stelle, um die letzten Informationen abzusprechen.
Punkt 7.00 Uhr findet sich dann auch der Rest des Orchesters ein. Während der eine noch verträumt durch den Hof der Musikschule schlurft, ist ein anderer bereits unter vollem Körpereinsatz dabei, allen zu beweisen, dass gute Laune keine Uhrzeit kennt.
Nach einer kurzen Kontrolle der wichtigsten Dokumente und Kleidungsstücke, stehen die zwei Busse bereit, die uns in der nächsten Woche sicher durch die halbe Welt bringen sollen. Vor allem beim Beladen zeigt sich, wer schon die eine oder andere Stunde mit dem Spiel Tetris verbracht hat.
Kaum sind die ersten Kilometer gefahren, da schläft der Großteil schon wieder. Erst gegen Mittag und mit steigenden Temperaturen kommt Leben in die Sitzreihen. Die Impulse die jetzt deutlich zu spüren sind, tendieren in Richtung Essen und Toilette. So etwas wie Normalität kehrt also erst nach der ersten Rast ein. Von nun an herrscht buntes Treiben auf, neben und unter den Sitzen. Es wird gespielt, geschrieben, gemalt, gesungen, gepfiffen und dann doch auch immer wieder geschlafen. (anders wären 13 Stunden Reise auch nur mäßig zu überstehen)
Wer wach bleibt kann die schönen Landschaften von Tschechien und Österreich bestaunen. Sich an idyllischen Panoramen erfreuen und das Auge über Wälder, Berge und das eine oder andere Städtchen schweifen lassen.
Nach einem halben Tag im Bus hält auch die Härtesten nichts mehr auf den fünf Buchstaben.
Und so strömt ein Jugendsinfonieorchester, mit akutem Bewegungsmangel, vor dem Konservatorium Szent Istvan Szene Isolka in die offenen Arme der wartenden ungarischen Gastfamilien.
Glücklich, zufrieden und ein wenig (oder auch ein bisschen mehr) erschöpft verbringen wir den Abend bei ungarischer Gastfreundschaft.
Wir freuen uns auf die nächsten Tage, die Musik, die Erfahrungen, die Erlebnisse und die Menschen.

Geschrieben von: Jan Jarick