LEAD OP 2018: Proben, Proben, Proben

LEAD OP 2018: Proben, Proben, Proben

Dienstagmorgen 8:15 Uhr: Endlich ausgeschlafener beginnt unser Tag bei lächelndem Sonnenschein mit einem ordentlichen Frühstück.

Um 9:45 Uhr fahren wir zur Yared School of Music, wo es schnell mit der Probe losgeht. Doch unsere Instrumente brauchen wir heute nicht. Wir bekommen äthiopische Instrumente in die Hände und erarbeiten zusammen „Yaynie Abeba Nesh“, ein ganz berühmtes Lied in Äthiopien. Krar und Masenko sind einigen von uns bereits aus dem Vorjahr bekannt. Andere wiederum sind blutige Anfänger. Aber der Ehrgeiz ist groß und so lässt sich die Melodie nach einer Stunde auch schon erahnen.

Im Anschluss widmen wir uns wieder den Stücken des Vortages und fügen unserem Programm für Donnerstag noch ein paar Schmankerl hinzu. Unsere äthiopischen Freunde freuen sich besonders, den ihnen bekannten „Ungarischen Tanz Nr. 5“ spielen zu können.

Nach so viel Arbeit ist es aber auch wieder Zeit für eine kleine Pause: Mittagessen in der German Church. An dieser Stelle sei den Köchinnen ein großer Dank ausgesprochen, die mit wenigen Mitteln über 20 Menschen verköstigen. Schmunzelnd werden wir gefragt, ob es denn nicht zu scharf sei. Mit hochroten Köpfen schütteln wir die Köpfe.

Nach dem Mittag heißt es: Registerproben! Wir, ein Äthiopier und ein Deutscher, ziehen uns in die Räume der Yared Music School zurück und klären Fingersätze, Stricharten und andere musikalische Fragen.

Den Probentag beenden wir mit einer weiteren Gesamtprobe und gehen beschwingt von „I got Rhythm“ zum Abendessen. Während ein Teil von uns wieder mit dem Bus ins Hotel fährt, verbleibt der Großteil noch in der Yared Music School, um einer weiteren Probe beizuwohnen.

Gespannt hören wir dem neugegründete Ensemble, geleitet von Philmon, zu und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Uns gefällt das Konzept von äthiopischer Musik, gespielt auf klassischen Orchesterinstrumenten, sehr gut. Es ist sinnbildlich für den kulturellen Austausch, den wir hier betreiben und so sind wir auch ein bisschen stolz, unseren Einfluss in seinen Arrangements erkennen zu können.

Text: Jonathan Zahn/Daniel Otto

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Das Projekt:
Der regelmäßige Austausch zwischen der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ und dem Young Orchestra der Yared Music School​ ist Teil der Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba e.V.​, die sich der Förderung des Miteinanders zwischen beiden Städten verschrieben hat. Unterstützt wird die aktuelle Reise von der LEIPZIGSTIFTUNG. Herzlichen Dank!

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