LEAD OP 2018: Gemeinsam auf Erkundungstour

LEAD OP 2018: Gemeinsam auf Erkundungstour

Der Tag beginnt ruhig, wie gewohnt mit einem Frühstück auf der Terrasse unseres Gästehauses. Uns fällt sofort auf: Viele der Äthiopier tragen heute ein Kopfband aus Strick oder dünnen Pflanzenblättern. Laut äthiopischer Tradition steht dieses für den Palmenzweig, den die Taube auf Noahs Arche brachte – ein Symbol der Erlösung. Da Jesus ebenfalls für Erlösung steht und Ostern das wichtigste Fest der orthodoxen christlichen Kirche ist, tragen die Äthiopier heute jenes Kopfband.

Nach dem Frühstück fahren wir zur German Church und proben bis zum Mittagessen. Auf dem Programm stehen erneut die Stücke, die wir schon zum Konzert in der Yared Music School aufführten. Zum Mittagessen gibt es wieder traditionell Injiera. Zusätzlich auch Spagetti und verschiedene Soßen.

Zum Nachmittag, der heute frei ist, nehmen uns die Äthiopier mit auf einen Indoor-Basar. Ein wenig erinnert er uns an die Messe „Haus-Garten-Freizeit“ in Leipzig. Wir sind ein wenig enttäuscht, dass es fast nichts Traditionelles im Angebot gibt. Umso glücklicher und gespannter sind wir, als unsere äthiopischen Freunde verkünden, dass wir noch zu einem traditionellen Markt am Rande von Addis fahren. Es ist genauso wie wir es uns vorgestellt haben, vielleicht sogar noch besser: Es ist laut, belebt, bunt. Es wimmelt von Menschen und hupenden Autos und von Schafen und Hühnern, welche zu Ostern in den Familien geschlachtet und zubereitet werden. Wir sind völlig perplex von den vielen Eindrücken, aber genießen es total. Wir schauen in viele der kleinen Stände und laufen die große Straße entlang, an der sich ein Stand an den anderen reiht. Viel zu schnell ist die Zeit vorbei und wir müssen zum Treffpunkt zurück. Jedoch ersteht fast jeder eine Kleinigkeit von Schnitzereien über Schmuck bis hin zu einer traditionellen Weste.

Nach einer knappen Stunde sitzen wir schon wieder im Bus und fahren zum Abendessen in ein Restaurant. Nachdem endlich alle einen Platz gefunden haben, essen und trinken wir und unterhalten uns angeregt mit unseren äthiopischen Freunden. Das Highlight des Abends sind zwei Challenges zwischen einem JSO‘ler und einer Äthiopierin. Nach einem Unentschieden gewinnt die Äthiopierin haushoch.

Später begleiten uns unsere äthiopischen Freunde noch zum Hotel, wo wir den Abend wie gewohnt gemütlich ausklingen lassen.

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Das Projekt:
Der regelmäßige Austausch zwischen der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ und dem Young Orchestra der Yared Music School​ ist Teil der Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba e.V.​, die sich der Förderung des Miteinanders zwischen beiden Städten verschrieben hat. Unterstützt wird die aktuelle Reise von der LEIPZIGSTIFTUNG. Herzlichen Dank!

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