Von Koblenz nach Budapest

Zwei Tage mit jeweils einem Konzert sowie eine Busfahrt über mehr als 1000 km liegen nun hinter uns. Wir sind mit etwa fünf Stunden Verspätung in Budapest eingetroffen und haben sowohl den Chor “Schola Cantorum Budapestiensis” sowie die Schüler des “Szent Istvan Conseratoriums” und deren Einrichtung in Budapest kennengelernt. Doch alles der Reihe nach.

Am Samstagabend stand das JSO gemeinsam mit den Koblenzer Chören im Uni-Campus Koblenz auf der Bühne. Mehr als drei Stunden Konzert wurden den Zuhörern im ausverkauften Saal geboten und diese dankten es den jungen Musiker/innen mit lang anhaltendem Applaus.

Der Sonntag bot allen Beteiligten neue Herausforderungen. Die Aufführung der “Carmina Burana” wurde von 17 Uhr auf 18:30 Uhr verschoben. Den verständlichen Grund bot das WM Achtelfinale Deutschland gegen England. Doch bei der eingeplanten zeitlichen Verschiebung sollte es nicht bleiben. Denn mit dem Schlusspfiff und dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft eroberte das in diesem Sommer neu gegründete, mobile Vuvuzela-Orchester die Strassen der Koblenzer Altstadt. Geschmückt wurde es von bunten Fahnen und einem Chor aus Fussballanhängern. Nach kurzer Zeit ging auf den Straßen von Koblenz nichts mehr.

Doch gegen 19:30 Uhr sollte die Stunde der Beteiligten der Aufführung der “Carmina Burana” schlagen. Die Vuvuzelas wurden leiser und Chor und Orchester bezogen die Plätze auf der Bühne, legten die Noten zurecht, stimmten die Instrumente. Die Zuhörer rückten an die Bühne heran und das Konzert konnte beginnen. Die Vuvuzelas verstummten und waren nur noch vereinzelt zu hören. Am Ende stand ein gelungener Fussball- und Konzertnachmittag, der für jeden etwas zu bieten hatte.

Nach dem Konzert hieß es die Busse beladen, sich stärken und den Weg Richtung Budapest anzutreten. Hier wurden wir herzlich Willkommen geheißen. Gleich nach der Ankunft stand die erste Probe für das Konzert mit der “Schola Cantorum Budapestiensis” auf dem Programm. Um 18:00 Uhr kamen dann die Gastfamilien und das JSO verteilte sich. Morgen geht es für das JSO nach Gyöngyöspata zum ersten Konzert in Ungarn.