Ein Konzerttag im östlichen Ungarn

Land und Leute kennen lernen. So heißt es immer, wenn man Wege fernab der Touristenpfade begeht und Dinge sieht und erlebt, die einem kein Reiseführer verrät. So ist es uns heute in Gyöngyöspáta (sprich: Djöndjöschpata) ergangen. Ein kleines, malerisch im Weinanbaugebiet gelegenes Dörfchen, das alljährlich zum Festtag Péter und Paul ein Konzert und eine Messe auf dem Hügel über dem Dorf ausrichtet.

Gemeinsam mit dem Chor “Schola Cantorum Budapestiensis” haben wir uns also gegen Mittag, nachdem wir die Budapester Oper besichtigt haben, auf den Weg nach Osten gemacht. Wir wurden mit Gulaschsuppe und scharfem Paprika im Kulturzentrum herzlich in Empfang genommen. Um 15:30 Uhr füllte sich dann die gut gekühlte Dorfkirche und das Festtagskonzert konnte beginnen. Auf dem Programm stand die Bachkantate 12 “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” und Schumanns 3. Sinfonie. Mit großem Beifall bedankte sich das Publikum bei den Mitwirkenden und wir begaben uns wieder in die ungarische Hitze außerhalb der Kirchenmauern und machten uns auf den Weg zur Open-Air-Messe.

Über kleine Pfade bestiegen wir den Gipfel des Plateaus von der Südseite und näherten uns dem Ziel. Etwa 300 Menschen feierten unter freiem Himmel eine Messe und das JSO spielte am Ende noch einmal den Schlussteil der Bachkantate. Beifall und dankende Worte vom Priester folgten und die Karawane zog wieder hinab ins Dorf wo ein Abendessen wartete.

Gegen 22:00 Uhr haben wir Budapest erreicht und werden uns am morgigen Tag die Stadt anschauen und am Abend ein Konzert in Budapest geben

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