Der letzte Tag in Ungarn

Hinter uns liegen viele Kilometer, Städte, Landschaften und schöne Erlebnisse sowohl musikalischer als auch persönlicher Art. Jeder konnte in den vergangenen Tagen Ungarn sowohl ganz individuell in Gastfamilien, als auch in der Gemeinschaft erleben.

Am Donnerstag sind wir mit einer kleinen Verspätung nach Pécs, der Kulturhauptstadt Europas 2010 (gemeinsam mit Essen und dem Ruhrgebiet sowie Istanbul) aufgebrochen. Pécs liegt an einem Berg, hat eine wunderschöne Altstadt und war an unserem Ankunftstag mit reichlich Sonne gesegnet. Nach einem Mittagessen in einem kühlen Kellergewölbe stand der Transport der Instrumente aus dem Bus in Richtung Auftrittsort bovor. Das hieß, bei gefühlten 40 Grad Celsius durch die Pécser Altstadt zum Theater Platz zu laufen. Glücklicherweise besitzt die eng gebaute Altstadt aber eine kleine Bimmelbahn, die die Touristen an den Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Der Fahrer war ein gutmütiger Mensch und ließ sich überreden alle großen Instrumente aufzuladen und zum Ziel zu fahren. Wir waren glücklich und ein Hingucker für alle Altstadtbesucher.

Um 18:00 Uhr hatte die Sonne den Theater Platz zur Hälfte verlassen und das JSO begann zu spielen. Das Nationaltheater im Hintergrund, die Einkaufststraße im Blick und zwei sprudelnde Brunnen zur Seite ergaben das Ambiente rund um das Jugendsinfonieorchester. Eine knappe Stunde spielte das JSO und erfüllte die Pécser Straßen mit Musik. Der Rückweg mit den Instrumenten zum Bus wurde uns leider nicht mehr durch eine Transporthilfe erleichtert. Dafür stand die Sonne tiefer, die Hitze wurde erträglicher und die Busse irgendwie erreicht. Nach drei Stunden Fahrt waren wir wieder in Budapest und bei den Gastfamilien, die uns eine letzte Nacht beherbergen sollten bevor wir am Freitag gegen 10:30 Uhr in Richtung Wien aufgebrochen sind um das letzte Konzert unserer Reise zu spielen.