Sinfonisches Blasorchester LE trifft auf Sinfonisches Blasorchester DD

Am Freitag dem 17.06.2011 gastierte anlässlich des Bachfestes der weltberühmte Kreuzchor aus Dresden beim noch berühmteren Leipziger Knabenchor in der Thomaskirche. Zwei Tage später trat das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Leipzig die Reise in die Gegenrichtung an, um das gleichnamige Orchester des “Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden” zu besuchen.

Eine Zugfahrt die ist lustig…

Umwelt- und Kostenbewusst ging es morgens um 11 Uhr vom Hauptbahnhof aus mit dem Regional Express in die Landeshauptstadt. Ein kurzer Fußmarsch vom Bahnhof DD-Neustadt und das Ziel war erreicht: die schöne und modern sanierte Aula des “HSK”, wo bereits das Dresdner SBO mit einem herzlichen Empfang aufwartete. Nach einer Stärkung (danke an den Förderverein des SBO Dresden!) ging es an die Arbeit. Zwei gemeinsame Werke wurden geprobt, “O Fortuna” aus “Carmina Burana” und ein modernes Stück mit dem Titel “Vintage Bluesband”.

Erst allein – dann zu zweien

Nachdem die Messestädter ihren “Solo-Programmteil” probten und sich an die akustischen Gegebenheiten gewöhnen konnten, gab es den berühmten Dresdner Kuchen, der liebevoll und reichlich zubereitet war. Den nun folgenden Konzertteil eröffneten die Gastgeber mit wohlklingend vorgetragener Blasorchester-Literatur.

Dann waren die Leipziger Musiker (verstärkt durch Bernd Schwanebeck) an der Reihe und gaben mit Originalkompositionen und Bearbeitungen (virtuoses Xylophon-Solo: Max Hesselbarth) eine gelungene Kostprobe ihres Könnens. Danach wurde es eng auf der Bühne, denn das Großprojekt “SBO Dresden/Leipzig” platzierte sich mit bemerkenswerter Ruhe und Disziplin. Großartige Spielfreude, beeindruckende Sauberkeit und sagenhafter Sound erfüllten den Raum bei den nun folgenden gemeinsamen Titeln, welche von Wilfried Thoß und Lutz Jurisch, dem gastgebenden Orchester-Leiter im Wechsel dirigiert wurden.

Fortsetzung folgt

Der begeisterte, lang anhaltende Applaus des (überwiegend Dresdner) Publikums drängte das 100-Musiker-Groß-Orchester zur Zugabe. Nach herzlicher Verabschiedung und den letzten Kuchenstücken setzte sich das Leipziger SBO mit dem Ziel “Bahnhof” in Bewegung und kam glücklich und erschöpft am Abend wieder in Leipzig an. Dass die “Chemie” zwischen beiden Orchestern stimmte, war allen Beteiligten schnell klar. Deshalb ist der Gegenbesuch des SBO Dresden in Leipzig so gut wie beschlossen, vielleicht um ein gemeinsames Fußballturnier ergänzt – wie es bei den Thomanern und dem Kreuzchor schon lange Tradition ist.

Wilfried Thoß