Aller Anfang ist schwer

Montag, 15. August

Am heutigen Tag haben die Proben in den neuen Orchesterformationen begonnen. Doch zuvor musste viel organisiert werden. Dabei haben wir das Organisationstalent von unserem Dirigenten Ron-Dirk Entleutner zu schätzen gelernt. Der Grund: Die ersten Versuche, die Orchester zusammenzubringen, scheiterten zunächst an einem Labyrinth von Gängen im Universitätsgebäude. So pendelten wir gefühlte Ewigkeiten durch das ganze Haus, um letztendlich im Anfangsraum wieder anzukommen und schließlich erste wohl artikulierte Töne erklingen zu lassen.

Drei neue Orchester entstehen

Während der amerikanische Dirigent die Probe voller Elan, jedoch etwas ungeplant begann, gab sich Ron-Dirk Entleutner alle Mühe, jeden Einzelnen wohlbehalten auf die Bühne zu dirigieren. Eine Stunde nach dem eigentlichen Probenbeginn fanden sich die drei neuen Orchester zusammen. Sie bestehen aus Musikern der jeweiligen Teilnehmerorchester:

  1. Orchester: Deutschland, USA, Frankreich
  2. Orchester: USA, 10 Streicher Deutschland, Spanien
  3. Orchester: China, Deutschland.

Diese drei neu gegründeten Orchester werden die ganze Woche gemeinsam proben und das Ergebnis im Abschlusskonzert am Samstag im Palais Montcalm präsentieren.

Ein farbenfroher Probenauftakt

Nachdem sich alle gefunden hatten konnte die Probe beginnen. Wir ergänzten uns mit den amerikanischen Kollegen perfekt. Das fing schon bei den Instrumentenetuis an. Auf amerikanischer Seite waren sie geprägt von den Farben Lila, Rosa und Gelb – auf deutscher leuchtete ein fröhliches Schwarz. Andere Raritäten wie ein grünes Plastikmundstück eines amerikanischen Hornisten, sowie ein kleiner chinesischer Geiger, der das Geschehen auf drei übereinander gestapelten Stühlen verfolgte, gestalteten die Probe besonders interessant.

Abkühlung in Québec

Das auf die Probe folgende “touristische Beiprogramm” bestand aus einem Stadtrundgang durch die wunderschöne Altstadt Quebecs. Zwei Gäasteführerinnen  mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen führten uns durch wunderbare Gassen vorbei an einem Straßenkünstler, dem zu Deutschland nur “Rammstein” einfiel. Bei unseren Bussen angelangt, machten wir uns auf den Weg zu einem beeindruckenden Wasserfall. Über eine Brücke gelangten wir sicher hinüber, um uns dann aus nächster Nähe von seiner Echtheit zu überzeugen. Eine lange, steile Treppe brachte uns zum Fuß des Katarakts, wo uns kühlender Wasserdampf ins Gesicht schlug. Leicht durchnässt, aber ziemlich beeindruckt traten wir die Rückreise an. Für die Anstrengung des Tages wurden wir mit einem freien Abend belohnt (den wir gerade genießen).