Aus aller Welt nach Ossiach

Aus aller Welt nach Ossiach

Samstag, 30. Juni 2018

Unser erster Tag in Österreich beginnt mit herrlichstem Wetter und einem leckeren Frühstück. Wir sehen die erste Probe vor uns und sind gespannt auf die Akustik des Konzertsaales der Musikakademie. Unsere musikalische Reise erfährt ihren Anfang mit Schuberts Unvollendeter Sinfonie und der Karelia-Suite von Sibelius.

Nach dem Mittagessen sehen wir einem freien Nachmittag entgegen. Eine kurze Verdauungspause später treibt es uns zum See. Der Badespaß lässt uns endgültig im Sommer ankommen. Auch ein kurzer Regenschauer verdirbt nicht die Laune. Wunderschöne Wolkenformationen schieben sich über die Berge und den Horizont und zwingen die Gedanken zum Rasten. Gerne gibt man sich der Idylle hin und genießt die Aussicht.

Das Abendessen läutet den Abend ein, den wir voller Spannung erwarten. Als das Hütten- und Traditionsmusik-Ensemble Arnoldstein den Konzertabend eröffnet, wissen wir nicht, was uns erwartet. Differenziert musiziert das Blasorchester, gemeinsam mit seinem slowenischen Dirigenten. Von Marsch bis Musical stellt es sich jeder Herausforderung.

Nach einer kurzen Umbaupause betreten wir auf dieser Konzertreise das erste Mal die Bühne. Brahms „Ungarischer Tanz Nr. 5“ eröffnet unseren Konzertteil und bildet den Anfang eines bunten Teppichs an Tönen, der ein breites Spektrum an Dynamiken und Artikulationen bietet. Mit „Fluch der Karibik“, „Typewriter“ und „Drachen zähmen leicht gemacht“ bewegen wir uns auf bekanntem Terrain und begeistern somit das Publikum. Mit Standing Ovations verabschieden wir uns von einem Publikum, das uns in Erinnerungen behalten wird.

An diesem Abend werden musikalische Brücken geschlagen und Musik aus aller Welt gespielt. Internationalität macht uns aus und soll uns ausmachen. Wir arbeiten gemeinsam an unserem Ziel. Die nächsten Tage lassen uns unruhig werden. Wir wollen Musik machen. Wir wollen gemeinsam genießen und werden gemeinsam erfahren.

Text: Jan Jarik
Fotos: Daniel Otto