Koserow 03.08.2018

Die Reise der Wandermusikanten

Komödie in 9 Aufzügen

Vorszene (Prolog)

 Die Bühne zeigt eine Gruppe junger Wandermusikanten, die auf ihrer Reise in einer kleinen Schlafstätte unter gekommen sind.

  1. Aufzug

Es ward’, als hätt’ der Himmel die Erde stillgeküsst. Nichts als ein langes blaues Band zog sich durch die Lüfte, um sich am schier endlosen Horizont mit dem großen Wasser zu einer riesigen blauen Scheibe zu verbinden.

An jenem Morgen, dem fünften Tag der Woche, wehte von den Dünen her kein Windstoß, nur Möwen ruhten im Sand.

Die ersten Jünglinge und Mädchen regten sich in ihren Betten, welche dem örtlichen Sandstrand glichen, um sich Speis und Trank für den kommenden Tag vorzubereiten. Jene „Lunchpakete“ gehörten zum täglichen Usus der jungen Talente.

So begannen sie ihr allmorgendliches Ritual.

Danach wendeten sie sich in der Sonne und erholten sich von den Strapazen der abendlichen Aufführungen. Dennoch gab es jene unter ihnen, deren Energiehaushalt noch weit über eine Partie Volleyball hinaus ragte.

Das kalte Nass, wurde jedoch mit dem alternden Tag von immer grüner werdender Farbe und Quallengetier durchstreifte das Gewässer. Diese Umstände ließen die Wandermusikanten jedoch nicht zurück schrecken, und so wurde heiter in den Nachmittag hinein gebadet.

 

Zeitsprung. später Nachmittag

Ort. Vorraum der Schlafstätte

Obermusikant Hubertonius betritt die Bühne

 

HUBERTONIUS

(zu Musikanten sprechend)

            Meine Musikanten höret zu, ich rufe euch!

Nicht zum Strand, nun machet kehrt,

denn jetzt heißt es: erreichen unserer Gefährt.

 

MUSIKANTEN

So folgen wir dir!

 

So begab es sich, dass sich gut zwei Dutzend Jungtalente auf eine neue Reise begaben, um wieder einmal ihr musikalisches Können dem Volke zu präsentieren.

Doch oh welch Schreck! Ein schwarz-gelb gestreiftes Ungetier, welches Furcht in den Augen der jungen Leute aufleuchten ließ, hatte sich seinen Weg in das Innere des Gefährtes verschafft.

Die Spielstätte, welche nach wenigen Fahrminuten erreicht war, lag versteckt in einem dunklen Stück des Waldes, und konnte vom Gefährt her in wenigen Schritten erreicht werden.

Nachdem die Himmelscheibe dem Horizont den Rücken gekehrt hatte, begann das Publikum zu tosen, kreischte und klatschte in seine rauen Fäuste.

 

Zur Freude des Abends lud Obermusikant Hubertonius die Musikantengruppe zum abendlichen Schmaus.

So konnten sie mit gut gefüllten Mägen den Rückweg in ihre Herberge antreten und den Abend ausklingen lassen.

So wurde Abschied von Tag und Leuten genommen, und als der Mond senkrecht am Himmel stand und die Uhr zwölf schlug, einer neuer Tag begrüßt.

 

Die Mädels aus der zweiten Spielreihe

Sabrina und Alma

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